Bongartz fotografiert

Moderne Porträts & Business Fotografie von Fotograf Jörg Bongartz in Bühl

Kategorie: Blog

  • Bildagentur versus Fotografie – Symbolträchtige Hintergrundmotive fotografieren

    Bildagentur versus Fotografie – Symbolträchtige Hintergrundmotive fotografieren

    Herausforderungen sind das Salz in der Suppe jedes kreativen Menschen

    Es geht bei einem Thema nur darum, die Tür zu finden, die Inspiration freisetzt und das Feuer entzündet. So ging es mir kürzlich bei einem Auftrag, der mich nach Berlin gelockt hat. Die Kundin, eine sehr liebe Freundin, die ich noch aus den Anfangsjahren in Baden-Baden kenne, suchte einen Fotografen. Portrait-Aufnahmen sollten es werden, für zwei Webseiten. Die eine modern und im Thema Digitalisierung und Vernetzung, die andere Seite eher in Richtung Yoga und Meditation. Beiden Themen inne wohnt die Kommunikation, achtsames Zuhören und Konzentration auf das Wesentliche.
    Gewünschte Motive waren Bilder, die Vernetzung und Kommunikation illustrieren, ohne die übliche Technik zu zeigen, dabei aber eine gewissen Urbanität und eine moderne Bildsprache  mitbringen. Es gab keine Beispielbilder im Briefing.
    Hier kommt in der Regel der Besuch einer Bildagentur infrage. Viiiiiiel günstiger und schneller, für wenige Euro ein Bild für fast Alles. Mit einem Nachteil: Es ist nicht exklusiv und damit können auch ähnlich angestellte Unternehmen dieses Motiv lizenzieren lassen. Natürlich gibt es Nutzer, denen genau das egal ist.

    Also bin ich losgezogen, zum Tempelhofer Flugfeld, das eine gigantische Freizeitfläche mit dem Duft von weiter Welt und Flughafen noch immer Faszination ausübt. Linien gibts hier ohne Ende… man muss nur das richtige finden… Beim Locationsscouten ziehe meistens nicht mit der Ausrüstung los, sondern zücke das Smartphone. Leicht, flexibel – und ich muss keine zehn Kilometer die Ausrüstung schleppen… so viel lief ich nämlich auf der Suche nach dem richtigen Spot.

    Das Licht war am Nachmittag der Hammer, jede Menge Menschen unterwegs, sehr stylisch, Berlin eben. Inspirierend, würde ich sagen. Neuland entdecken ist auf jeden Fall der Teil an meinem Beruf als Fotograf, der mir am meisten Spaß macht. Das erste Motiv, dass ich fotografiert habe war die Reflexion in einer großen Pfütze auf dem Weg zum Eingang des Flugfeldes. Sah schon mal sehr gut als. Keine Viertelstunde später stolperte ich über das Beitragsmotiv. Wow! Die gelbe Markierung eines Runways, mit einem völlig verruchteren Deckel auf der Linie, dahinter grün… das war wie eine Stadt der Zukunft inmitten von Asphalt. Die aufgebrochene Farbe macht das Ganze authentisch und lässt einige Ansätze vor Symbolik… wie vieles zusammenfindet um etwas Positives hervor zu bringen.

  • Der Barfußsommer – Ein Bild aus dem Schwarzwald

    Der Barfußsommer – Ein Bild aus dem Schwarzwald

    Kurz vor Ostern erreichte mich eine Mail von einem Mitarbeiter der Bildagentur imagebroker.com. Dort vermarkte ich einige freie Arbeiten. Ein amerikanischer Verlag wolle ein Bild von einem Buchtitel weiter lizensieren. (mehr …)

  • Frohe Weihnachtsgrüße und die besten Wünsche für 2020

    Frohe Weihnachtsgrüße und die besten Wünsche für 2020

    Vor nunmehr 21 Jahren habe ich meine allererste Jahreskarte fotografiert: Einen Löffel mit einer Buchstabensuppe und der Jahreszahl 1998. Das digitale Kamerazeitalter dämmerte schon mächtig am Horizont, aber der Schuß war noch analog. Mit Fachkamera. 4×5 inch, internationales Rückteil. Mit meiner ersten Profoto-Anlage lichttechnisch zum Leben erweckt. Jahreskarten als Ausdruck kreativer Leidenschaft, jawoll!

    Und diese fügt sich über das Jahr nach und nach zu einem Bild. Im Sommer bin ich über mehrere Fenster „gestolpert“, ein Rundbogen, zwar ohne Rahmenkreuz aber trotzdem sehr gut einsetzbar.  Als stimmungsvoller Vordergrund. Im Spätherbst kam dann ein Kundenwunsch: Wir möchten einen eigene Weihnachtskarte herausschicken.  Leider schafften sie es aber nicht mehr zu einem Gruppenbild. Als Motiv stellte sich der Kunde eine Kerze vor, die von einer Hand angezündet wird. Gut, dachte ich, kein Thema.

    Frohe Weihnachtsgrüße, aber kein Schnee

    Weisse Kerzen waren es vergangenes Jahr. Da lag auch noch Schnee… also würden es dieses Jahr grüne werden… ist ja nix mit Schnee… Wie gut, dass ich im Sommer einen food-Untergrund aus Beton gespachtelt hatte. Er sollte als dunkler Untergrund die Kerzen in den Vordergrund rücken. Zur gelben, zündenden Flamme würde ein blauer Hintergrund passen. Die Abendstimmung assoziierend. Die räumliche Tiefe würde eines der Fenster bringen. Eine Struktur musste zudem in den Hintergrund. Etwas, das Türzargen oder Raumecken suggerieren würde. Auch dafür fand ich eine Lösung… wie für viele Motivwünsche.

    Feinheiten werden nach und nach angepasst

    Nach mehrere Anpassungen steht der Aufbau. Feinheiten passe ich nach und nach an. Damit Blitzlicht und Dauerlicht perfekt abgestimmt werden fotografiere ich im abgedunkelten Studio. Die räumliche Tarife passt, die Position von Kerze eins bis vier ebenso. Ein roter Akzent, Weihnachtskugeln, eine weitere Ebene. So passt das. Aber mir fehlt noch etwas zur völligen Zufriedenheit. Was wäre Weihnachten ohne Lichterkette? Sie sorgt auf der Scheibe als weitere Ebene für mehr Räumlichkeit und Bild Nummer 1 ist im Kasten!

    Und meine eigene Jahreskarte? Frohe Weihnachtsgrüße und die besten Wünsche…

    Sie wird traditionsgemäß vor dem vierten Advent verschickt und kommt immer rechtzeitig vor der großen Weihnachtspause! Also: Vier Kerzen sollen brennen, Abendstimmung, Dunkelheit. Festliches Rot weicht dem blauen Hintergrund und statt ein bisschen Lichterkettenreflexen hagelt es jetzt Reflexe! Es ist ein Bild, das ein wenig wie die Erinnerung an einen Blick durchs Fenster wirkt, vielleicht beim Besuch der Nachbarn, wo auf einem Tisch am Fenster das Kerzenlicht des Adventskranz wohlige Stimmung verbreitet. Ja, denke ich mir, hier brennt auch ein wärmendes Feuer im Kaminofen und vielleicht riecht es nach Essen? Oder der kräftige Duft eines Tees, der Wärme und Geborgenheit verheisst, zieht in die Nase?

    Ich wünsche Ihnen und Ihren Lieben funkelnde Augenblicke, strahlende Momente an Weihnachten und glänzende Aussichten für das neue Jahr!

  • Das Landes-Zither-Orchester Baden-Württemberg

    Heute geht es um professionelle Fotografie vor Ort
    ZITHER – das ist ein Wort, das sofort die Melodie des Films „Der dritte Mann“ von 1949 ins Gedächtnis ruft. Das Instrument ist ziemlich aus dem Bewusstsein der breiten Bevölkerung verschwunden. Es taucht bestenfalls bei volkstümlichen Fernsehsendungen auf. Für den Musiker*In selbst löst der „Dritte Mann“ ein ähnliches Gefühl der Abneigung aus, wie beim Verkäufer in der Gitarrenabteilung „Smoke on the water“.

    Frischer Wind in den Segeln

    Die Zither, ein Zupfinstrument, das meinen Eltern als Hausmusikinstrument vertraut war.  Inzwischen fristet es bei uns nur noch ein stilles Leben im Pappkarton.  Aus Nostalgiegründen wurde es vor Jahren überholt und gestimmt – aber nie gespielt. Es war so aus der Mode gekommen. Um so verwundeter war ich, als mich die  Anfrage von Karin Käser erreichte.  Kann ich mir vorstellen das Landes-Zither-Orchester Baden-Württemberg bei seinen Proben zu begleiten? Das Orchester suche einen professionellen Fotografen,  um dem Orchester visuell frischen Wind in die Segel zu blasen und damit professionelle Fotografie vor Ort.

    Ohne Klischee

    Um es kurz zu machen: Die Chemie stimmte und die ersten Ideen trafen auf offene Ohren und Herzen. Inzwischen sind mehrere Stunden Proben ins Land gegangen, meine Ohren von moderner Zither-Musik und einigen Klassik-Bearbeitungen beseelt. Kein „Dritter Mann“!!! Vergesst das Klischee.

    Konzert im kommenden Jahr

    Im nächsten Jahr wird es ein Konzert geben und darauf freue ich mich besonders. Eine wirklich tolle Truppe Musikerinnen und Musiker, die ich kennenlernen durfte, werden dann eine neue CD präsentieren, für die wieder ein Komponist tätig wurde.

    Neben der Begleitung wünschte sich der Klangkörper ein Gruppenbild, dass als Plakatmotiv verwendbar sein sollte. Neben zwei eher herkömmlicheren Gruppenaufnahmen wählten wir für diesen Wunsch eine spezielle Örtlichkeit. Passend zur Komposition „Im Turm“ schlug ich ein Sujet vor, dass auch zurEmotion der Komposition passte. Ein Steinturm in der Nähe schien hierfür wie geschaffen. Einziges Problem: Das Wetter. Die ersten Tage waren begleitet vom Regen, der Samstag und Sonntag ließen vorsichtig hoffen. Zum Glück war gutes Wetter die ersten Tage weniger wichtig. Die Begleitung der Proben stand im Wesentlichen auf dem Plan.

    Musik bei Proben begleiten

    Wie muss man sich das vorstellen? Musik bei den Proben zu begleiten? Genauso wie geschrieben. Die verschiedenen Stücke haben unterschiedlichste Anforderungen an die verschiedenen Stimmen des Orchesters. Deshalb gibt es neben Gesamtorchesterproben auch Registerproben. Für mich als Fotograf ist beides wichtig: Musik und Musiker*Innen.
    Die Musik prägt den emotionalen Rahmen im Raum. Konzentration, Dramatik und Entspannung prägen Stunden und Stimmung. Diese darf ich nicht stören, muss also vorsichtig unterwegs sein.

    Schleichen und Zuhören

    Also heisst es schleichen und zuhören. Ahnen, wo sich etwas zusammenbraut. Sich in einem Lachen löst. Oder in einem besonders schwierigen Fingersatz auf dem Griffbrett der Zither zeigt. Das Gute an einer häufigen Anwesenheit ist, dass ich möglichst viele Perspektiven abbilden kann. Und sich die Menschen an mich gewöhnen.

    Weitere Beispiele für Aufnahmen von Menschen finden Sie in meinem Portfolio.

    Gutes Beispiel für professionelle Fotografie vor Ort: Das Plakatmotiv für das Landes-Zither-Orchester-Baden-Württemberg
    Passend zur Komposition „Im Turm“ wurde die Location gewählt und das Setting komponiert. Fotografiert wurde kabelgebunden in den Rechner, um alle Elemente des Bildes prüfen und ggfls. ändern zu können. Nachdem ich viele Jahre in Lightroom fotografiert habe, gehört mein Herz inzwischen Capture One.

     

  • Bénazet-Vodka erhält Doppelt-Gold

    Bénazet-Vodka erhält Doppelt-Gold

    Ein toller Erfolg für unseren Kunden Bénazet Vodka: Double Gold-Prämierung bei den SIPA-Awards. Inzwischen hat der Vodka aus der weltberühmten Bäderstadt 10000 Follower bei Instagram und erfreut sich wachsender Beliebtheit.
    Richtig stilvoll genießen kann man den Vodka in Baden-Baden im Casino der Kurstadt. Die Spielbank wurde einst vom Namensgeber Bénazet in der Bäderstadt gegründet. Ein Mann mit Weitblick, denn die Stadt entwickelte sich zum einem Weltbad. Ein Besuch der prunkvollen Säle lohnt sich allemal!


    Als zeitgenössisches Produkt ist Benazetvodka auch auf Instagram zu finden: BENAZETVODKA
    Inzwischen hat sich der Vodka auch über die Grenzen Baden-Baden einen Namen gemacht und er findet sich in vielen angesagten Bars der Republik. Ein toller Erfolg!


    Ich habe das große Vergnügen, mich für Oberflächen, Reflexionen und Strukturen zu begeistern und diese fotografisch zu inszenieren. Da kommt garantiert keine Routine auf, den jedes Material braucht eine eigene Beleuchtung, damit es den Wert seiner Entwicklung und Produkteigenschaft vermitteln kann.

    Sie interessieren sich für einen derart liebevollen Umgang mit ihren Produkten? Dann freue ich mich auf das Gespräch mit Ihnen!

  • Mit Musik das Jahr beendet

    Mit Musik das Jahr beendet

    Das Jahresende ist die Zeit der feierlichen Konzerte. Weihnachts- und Silvesterkonzerte, Tourneen internationaler Künstler und Ballette Land auf, Land ab. Neben der Hektik und dem geschäftigen Treiben hinter der Bühne spüre ich als Fotograf immer die festliche Komponente dieser Veranstaltungen. Das Publikum kommt meist festlicher gekleidet, die Stimmung ist besonders. Weihnachten ist spürbar. Vielleicht liegt es an der Geschwindigkeit, mit der sich das Publikum vor der Pause bewegt? Ein solches Konzert durfte ich dieses Jahr in der Tonhalle Maag in Zürich erleben. Die Baden-Badener Philharmonie reiste in die Schweiz, um dort ein weihnachtliches Konzert mit Chor zum Besten zu geben. Ein ungewöhnlicher Konzertsaal in einem Industriegebäude. Sie haben sicher schon davon gelesen: Der Interimskonzertsaal für die Zürcher Tonhalle, deren historisches Inneres eine intensive Pflege braucht.